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Spuren jüdischen Lebens in Rhede

Ausstellung im Medizin- und Apothekenmuseum vom 27. Oktober bis 29. Dezember 2019

Berta Landau, letzte Jüdin in Rhede mit ihren beiden Töchtern Ruth und Erna, die in die USA emigrierten, 1938. Foto: Stadtarchiv Rhede

Die Ausstellung „Spuren jüdischen Lebens in Rhede“ findet vom 27. Oktober bis 29. Dezember im Medizin- und Apothekenmuseums in Rhede statt. Eröffnet wird die Ausstellung am 27. Oktober 2019 um 11.00 Uhr. Barbara Lehman, Enkelin der letzten Jüdin, die noch in Rhede lebte, wird an der Eröffnung teilnehmen.

Mit dieser Ausstellung versuchen der Heimat- und Museumsverein Rhede und das Stadtarchiv deutlich zu machen, welche Spuren die Menschen mit jüdischer Religion hinterlassen haben. Bereits vor 1575 gab es in Rhede eine erste Judenansiedlung. Die bereits damals prekäre Lage der Juden erlaubte es ihnen nur kurzfristig in Rhede zu bleiben, eine langfristige Ansiedlung in Rhede missglückte. Danach haben sich Juden erst wieder mit Beginn des 19. Jahrhunderts in Rhede niedergelassen, namentlich Moyses Joseph und Samuel Herz (später Löwenstein). Seit diesem Zeitpunkt haben sich weitere Juden in Rhede angesiedelt. Im Jahr 1818 lebten in Rhede unter 3872 Einwohnern bereits 35 Juden. Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgte die weitere Emanzipation der Juden. Durch Gesetze von 1847 und 1869 erlangten sie ihre volle Gleichberechtigung. Die Juden in Rhede waren integriert, und das Vereinswesen in Rhede, das in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aufblühte, brachte eine weitere Möglichkeit für ein entspanntes Miteinander. Dieser Zustand änderte sich drastisch ab 1933.

Die schreckliche und grausame Zeit zwischen 1933 und 1945 soll unter keinen Umständen verschwiegen oder vergessen werden, doch Schwerpunkt der Ausstellung wird das jüdische Leben in Rhede vor allem aus der Zeit vor 1933 sein.

Im Rahmen der Ausstellung und zum Gedenken an die Rheder Juden findet am 24. November 2019 um 15.00 Uhr in der katholischen Kirche St. Gudula ein Konzert mit dem jüdischen Chor „Het Jiddisj Koor Hejmisj Zain“ aus Amsterdam statt.

Weitere Informationen unter 02872 7923. Das Museum ist Dienstag bis Sonntag von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet.

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